Griechenland

Jamasi: wie ein griechischer Trinkspruch zum Ouzo-Drink wurde

Jamasi: wie ein griechischer Trinkspruch zum Ouzo-Drink wurde

Jamasi entstand bei einem Tasting in Griechenland, bekam seinen Namen an einem Grillabend und brauchte zwei Anläufe beim Design, bevor es in die Dose durfte.

Herausgekommen ist ein trinkfertiger Drink auf Ouzo-Basis mit 10 % vol, in zwei Sorten: Lemon und Sour Cherry. Produziert und abgefüllt wird er dort, wo Ouzo herkommt, und das hat einen handfesten Grund.

Hier steht, was drin ist, was der Name bedeutet und wie aus einer Schnapsidee zwischen zwei Verkostungen ein fertiges Produkt wurde.


Was Jamasi ist

Ein kohlensäurehaltiges Mischgetränk auf Ouzo-Basis, trinkfertig in der 0,33-Liter-Dose. Kühlen, öffnen, fertig.

Jamasi Lemon Jamasi Sour Cherry
Geschmack Ouzo, Anis, spritzige Zitrone Ouzo, Anis, intensive Sauerkirsche
Charakter spritzig, frisch, lebendig süß-säuerlich, fruchtig, rund
Alkohol 10 % vol 10 % vol
Inhalt 0,33 Liter Dose 0,33 Liter Dose

10 % vol liegt etwa auf Weinniveau, verteilt auf eine Dosengröße. Der Drink ist damit leichter als ein gemixter Longdrink, aber deutlich kräftiger als Bier.

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Jámas! So sagt man Prost auf Griechisch

Der Name ist kein Kunstwort, sondern der Trinkspruch, den man in Griechenland an jedem Tisch hört.

Γεια μας, gesprochen ja-MAS mit Betonung auf der zweiten Silbe, heißt wörtlich übersetzt unsere Gesundheit. Das geia darin stammt von ygeia, dem griechischen Wort für Gesundheit, und mas heißt uns. Man stößt also nicht auf irgendetwas an, sondern auf die Gesundheit aller am Tisch.

Die Schreibweise sorgt regelmäßig für Verwirrung, und das liegt daran, dass es keine amtliche Umschrift aus dem griechischen Alphabet gibt. Man liest deshalb alles davon:

Schreibweise Woher sie kommt
Γεια μας das Original im griechischen Alphabet
Jamas deutsche Umschrift, weil das J hier wie ein deutsches J klingt
Yamas englische Umschrift, dort steht das Y für denselben Laut
Yiamas, Giamas seltenere Varianten, gesprochen wird es immer gleich

Richtig sind alle, falsch ist keine. Wer es in Deutschland liest, findet meist Jamas, wer eine englische Speisekarte vor sich hat, eher Yamas.

Wann man was sagt

  • Jamas ist die lockere Variante unter Freunden und Familie. Sie funktioniert immer, egal ob zu zweit oder in großer Runde.
  • Stin ygeia sou (στην υγειά σου) heißt auf deine Gesundheit und ist etwas förmlicher, gerichtet an eine einzelne Person.
  • Stin ygeia sas (στην υγειά σας) ist dieselbe Wendung in der höflichen Form oder an mehrere Personen.
  • Jassou und Jassas klingen ähnlich, heißen aber hallo und tschüss, nicht Prost. Der Unterschied steckt nur in einem Buchstaben.

Angestoßen wird in Griechenland gerne und oft, meist beim ersten Schluck und danach immer wieder zwischendurch. Wer den Blickkontakt dabei sucht, macht nichts falsch.


Die Idee: ein Meeting in Egio

Der Ausgangspunkt war eine ganz normale Dienstreise. Ziel war Egio an der Nordküste der Peloponnes, wo unser Partner und Zulieferer J.K. Anastasopoulos & Son seinen Produktionsstandort hat. Bis dahin kannte man sich vor allem aus Telefonaten und Videocalls.

Beeindruckend war vor allem die Bandbreite: Neben Ouzo entstehen dort griechischer Brandy, Tsipouro, Mastiha und eine Reihe von Spezialitäten, dazu eigene Limonaden und Mineralwasser aus einer eigenen Quelle. Die Anlagen laufen mit Strom aus Photovoltaik.

Eigentlicher Anlass des Termins war die Frage, welche Produkte sich für den deutschen Markt eignen. Und weil zu so einem Termin eine Verkostung gehört, wurde verkostet.

Zwischen zwei Tastings fiel dann die halb scherzhafte Bemerkung, man könne Ouzo doch mal mit Limonade kombinieren. Eine Runde später war daraus eine ernst gemeinte Frage geworden: Warum eigentlich keinen trinkfertigen Drink auf Ouzo-Basis?

Schnell gedacht, deutlich langsamer umgesetzt. Denn es stellte sich heraus, dass das Vorhaben eine Bedingung hatte, an der nicht zu rütteln war.

Ouzo darf sich nur Ouzo nennen, wenn er in Griechenland hergestellt wird. Wäre der Drink in Deutschland abgefüllt worden, hätte er auf dem Etikett nicht mehr als Ouzo bezeichnet werden dürfen. Also wurde die gesamte Produktion nach Griechenland verlegt, mit allem, was daran hängt.


Der Name kam beim Grillen

Das Konzept stand: ein Drink auf Ouzo-Basis mit Zitrone und einer zweiten Sorte. Was fehlte, war ein Name, und der erwies sich als der zähere Teil.

Nach der Rückkehr aus Griechenland wurde durchgespielt, was das Land hergibt: Götter, Sagen, Begriffe aus der Mythologie. Vieles war bereits als Marke vergeben, anderes zu kompliziert oder schlicht nicht einprägsam. Es vergingen Wochen ohne Ergebnis.

Bis zu einem Grillabend. Sonne, Grill, lockere Gespräche. Und beim Anstoßen fiel das Wort, nach dem wochenlang gesucht worden war:

„Jamas!“

Kurz, sofort verständlich, und fast jeder verbindet es mit Griechenland. Aus Jamas wurde Jamasi, und damit hatte das Produkt zum ersten Mal einen Namen mit Charakter.


Das Design brauchte zwei Anläufe

Bei einem Produkt mit griechischen Wurzeln entscheidet nicht nur der eigene Geschmack. Neben den rechtlichen Vorgaben in Deutschland musste auch der Partner in Griechenland jedes Detail freigeben, das Design eingeschlossen.

Der erste Entwurf war dunkel gehalten, und intern war man zunächst zufrieden. Die Rückmeldungen aus dem Markt und aus Griechenland fielen dann allerdings verhalten aus. Also zurück an den Schreibtisch.

Der zweite Anlauf traf. Eine blau-weiße Farbwelt, kombiniert mit griechischen Symbolen, die traditionell vor negativer Energie schützen sollen, dazu ein Bezug auf Egio und auf das Jahr 1830, in dem die Unabhängigkeit Griechenlands anerkannt wurde.

1830 ist zugleich das Gründungsjahr von Boente. Dass beide Zahlen zusammenfallen, war kein geplanter Marketingbogen, sondern fiel erst bei der Arbeit am Etikett auf. Geblieben ist es trotzdem.

Die Reaktionen auf den zweiten Entwurf waren deutlich positiver. Ab da fühlte sich Jamasi zum ersten Mal wie ein fertiges Produkt an.

 


Die Produktion

Nach vielen Verkostungen im Team, mit Freunden und in der Familie stand das Geschmacksprofil. Lemon war von Anfang an gesetzt. Über die zweite Sorte wurde lange diskutiert, am Ende fiel die Entscheidung auf Sour Cherry.

Dann musste alles ineinandergreifen: Produktionsslots beim Dosenhersteller reserviert, das Liquid in Griechenland bereit zur Abfüllung, der Zeitplan eng. Eine Aufgabe blieb offen, nämlich die letzte Kontrolle der Dosen und die Designfreigabe direkt vor Ort. Übernommen hat das der Jüngste im Vertriebsteam.

Vor Ort liefen die ersten Dosen vom Band, Farben und Qualität stimmten. Und dann wurde im Produktionsland ein Streik in der Logistikbranche angekündigt, womit die gesamte Lieferung auf der Kippe stand.

Sie kam planmäßig an. Die ersten Einheiten wurden abgefüllt, und als der erste Lkw auf dem Hof stand, war aus der Idee vom Tasting ein Produkt im Lager geworden.


Was Ouzo eigentlich ist

Ouzo ist eine Spirituose aus Griechenland, deren Geschmack vom Anis bestimmt wird. Dazu kommen je nach Rezeptur weitere Gewürze wie Fenchel, Koriander oder Sternanis. Pur hat er meist um die 40 % vol.

Der bekannteste Effekt passiert im Glas: Gibt man Wasser oder Eis dazu, wird der klare Ouzo milchig weiß. Dahinter steckt keine Zauberei, sondern Anethol, der Aromastoff des Anis. Er löst sich gut in Alkohol, aber schlecht in Wasser. Sinkt der Alkoholgehalt durch die Verdünnung, fällt das Anethol in winzigen Tröpfchen aus und trübt die Flüssigkeit ein.

Bei Jamasi tritt das nicht auf, weil der Drink mit 10 % vol bereits fertig gemischt ist.

Getrunken wird Ouzo in Griechenland selten allein, sondern zum Essen: zu Meze, zu Gegrilltem, zu Fisch. Die Anisnote passt gut zu Salzigem, und genau daraus kam die ursprüngliche Idee, ihn mit etwas Spritzigem zu kombinieren.


Wie man Jamasi am besten trinkt

  • Eisgekühlt. Das ist der wichtigste Punkt. Lauwarm tritt die Anisnote zu stark hervor, kalt bleibt sie im Hintergrund und der Drink wirkt frischer.
  • Direkt aus der Dose oder auf Eis im Glas. Im Glas mit Eis wirkt er runder, weil die Kohlensäure etwas nachlässt.
  • Mit einer Scheibe Zitrone beim Lemon, das verstärkt die Zitrusnote spürbar.
  • Zum Essen. Zu Gegrilltem, zu Salzigem, zu allem, was auf einen Sommerabend passt. Der Ouzo-Ursprung schlägt hier durch.

Wer den Anis nicht kennt, sollte mit dem Sour Cherry anfangen. Die Sauerkirsche legt sich über die Anisnote und macht den Einstieg weicher.


Lemon oder Sour Cherry?

Lemon ist die geradlinigere Sorte. Zitrone und Anis ziehen in dieselbe Richtung, das Ergebnis ist spritzig und frisch. Wer Ouzo mag, wird hier die vertraute Note wiederfinden.

Sour Cherry ist der interessantere Gegensatz. Die Sauerkirsche bringt Frucht und Säure mit, die sich mit dem Anis nicht vermischen, sondern nebeneinander stehen bleiben. Süß-säuerlich und runder im Abgang.

Wer sich nicht entscheiden will, nimmt beide.

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Beide Sorten und alle weiteren trinkfertigen Drinks stehen in unserer Ready-to-drink-Auswahl.

Wer lieber selbst mixt, findet Anleitungen in unseren Ratgebern zu Cuba Libre, Gin Tonic und alkoholfreien Cocktails.


Häufige Fragen zu Jamasi

Was heißt Jamas auf Deutsch?

Wörtlich übersetzt unsere Gesundheit. Γεια μας setzt sich zusammen aus geia, abgeleitet vom griechischen Wort für Gesundheit, und mas für uns. Im Deutschen entspricht es genau unserem Prost.

Heißt es Jamas oder Yamas?

Beides ist richtig. Es gibt keine amtliche Umschrift aus dem griechischen Alphabet, deshalb steht im Deutschen meist ein J und im Englischen ein Y für denselben Laut. Gesprochen wird es immer ja-MAS mit Betonung auf der zweiten Silbe.

Was sagen die Griechen zu Prost?

Meist Jamas, die lockere Variante für jede Runde. Etwas förmlicher sind stin ygeia sou für eine einzelne Person und stin ygeia sas in der höflichen Form oder an mehrere. Jassou und Jassas klingen ähnlich, heißen aber hallo und tschüss.

Was ist Jamasi?

Ein kohlensäurehaltiges Mischgetränk auf Ouzo-Basis mit 10 % vol, trinkfertig in der 0,33-Liter-Dose. Es gibt zwei Sorten, Lemon mit Zitrone und Sour Cherry mit Sauerkirsche.

Warum wird Jamasi in Griechenland produziert?

Weil die Bezeichnung Ouzo an die Herkunft gebunden ist. Ein Drink auf Ouzo-Basis, der außerhalb Griechenlands hergestellt und abgefüllt wird, dürfte auf dem Etikett nicht mehr als Ouzo bezeichnet werden. Deshalb läuft die gesamte Produktion beim Partner in Egio.

Was ist Ouzo eigentlich?

Eine griechische Spirituose, deren Geschmack vom Anis bestimmt wird, oft ergänzt um Fenchel oder Koriander. Pur liegt sie meist bei rund 40 % vol. Mit Wasser oder Eis wird sie milchig, weil der Anis-Aromastoff Anethol sich in Wasser schlechter löst als in Alkohol.

Wie viel Prozent hat Jamasi?

10 % vol, beide Sorten. Das liegt etwa auf Weinniveau, verteilt auf eine 0,33-Liter-Dose, und ist damit leichter als ein gemixter Longdrink.

Was ist der Unterschied zwischen Lemon und Sour Cherry?

Beim Lemon ziehen Zitrone und Anis in dieselbe Richtung, das Ergebnis ist spritzig und frisch. Beim Sour Cherry steht die Sauerkirsche als Gegenpol neben der Anisnote, süß-säuerlich und runder. Für den Einstieg ist Sour Cherry die weichere Wahl.

Muss Jamasi gekühlt werden?

Kühlen ja, kalt stellen reicht. Der Drink ist nicht kühlpflichtig, schmeckt lauwarm aber deutlich schlechter, weil die Anisnote dann zu stark hervortritt.


Hinweis: Dieser Beitrag richtet sich an Personen ab 18 Jahren. Alkohol in Maßen genießen.

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