Welcher Cocktail passt zu welchem Anlass?
Cocktails lassen sich grob in zwei Gruppen teilen, und die Unterscheidung hilft bei der Auswahl mehr als jede Geschmacksbeschreibung.
Shortdrinks wie Cosmopolitan oder Margarita kommen ohne Filler aus. Sie sind klein, konzentriert und liegen bei 18 bis 25 % vol. Man trinkt einen, vielleicht zwei.
Longdrinks wie Caipirinha, Mojito oder Moscow Mule werden mit Eis, Soda oder Saft verlängert. Sie liegen bei 8 bis 12 % vol und begleiten einen Abend, statt ihn zu strukturieren.
Unsere fertigen Cocktails liegen bei 12 % vol, also im Longdrink-Bereich. Das ist gewollt: Für eine Runde ist ein zugänglicher Drink sinnvoller als einer, bei dem nach zwei Gläsern Schluss ist.
Die drei Sorten
Caipirinha mit Limette und Rohrzucker. Der brasilianische Klassiker, säurebetont und erfrischend. Passt zu warmen Abenden und zu allem, was gegrillt wird.
Cosmopolitan mit Cranberry und Zitrusnote. Fruchtig und elegant, mit einer Orangenzeste serviert. Der Drink für Anlässe, bei denen es etwas festlicher sein darf.
Sex on the Beach mit Pfirsich und Orange. Der süßeste der drei, unkompliziert und breit anschlussfähig. Funktioniert auch bei Gästen, die sonst keine Cocktails trinken.
Warum ein Zapfhahn
Der praktische Unterschied zur Flasche: Man stellt den Behälter auf den Tisch, und jeder bedient sich selbst. Niemand schenkt aus, niemand muss nachhalten.
Dazu kommt die Haltbarkeit. Weil der Behälter geschlossen bleibt und nur unten abgezapft wird, kommt kaum Luft an den Inhalt. Eine angebrochene Flasche oxidiert, ein Behälter mit Zapfhahn deutlich langsamer.
Ein Behälter mit 1,5 Litern reicht für etwa zwölf Gläser. Für eine Runde von sechs bis acht Personen ist das ein Abend.
Richtig servieren
Auf Eis, nicht pur. Die Drinks sind auf Verdünnung ausgelegt. Ohne Eis wirken sie zu süß und zu warm.
Das Glas randvoll mit Eiswürfeln füllen, dann aufgießen. Viel Eis kühlt schneller herunter und schmilzt danach langsamer als wenige Würfel.
Mit Garnitur wird aus dem fertigen Drink ein servierter: eine Limettenspalte beim Caipirinha, eine Orangenzeste beim Cosmopolitan, ein Stück Pfirsich oder Orange beim Sex on the Beach. Das kostet dreißig Sekunden und macht sichtbar den Unterschied.
Vor dem Servieren kühlen. Die Behälter gehören ein paar Stunden vorher in den Kühlschrank, sonst schmilzt das Eis im Glas zu schnell.
Selbst mixen statt fertig
Wer lieber selbst mixt, findet in unseren Ratgebern die Rezepte für Cosmopolitan, Moscow Mule, Gin Tonic und Amaretto Sour, jeweils mit den Handgriffen, an denen es meistens hakt.
Die passenden Spirituosen dazu stehen unter Spirituosen.